Das Gemeindezentrum

In unserem Gemeindezentrum in der Rudolf-Greiner Straße 29 treffen sich die allermeisten unserer Gruppen: die ganz Jungen und die Alten, die Musikalischen und die Bastelfreudigen, die Bäcker und die Köche... Einmal im Jahr kommen dann alle zum großen Gemeindefest zusammen.

Übrigens: Im Jahr 2018 feiern wir ein Jubiläum, unser Gemeindezentrum wird 50 Jahre alt!

Die Januariuskirche

Die Januariuskirche ist ein spätgotischer Bau mit nördlichem, wehrhaft-wuchtigem Chorseitenturm.
Am Baudatum 1491 wird „laut Überlieferung" festgehalten.

Hans Ulmer, der Jüngere, der sich durch seinen Meisterschild im Chorgewölbe ausweist, ist der Baumeister.

Folgende Bauwerke sind von ihm bekannt:

  • die Januariuskirche in Oßweil (1491),
  • Teile der Margarethenkirche (1500) in Aldingen,
  • das „Nonnenkirchle" neben der Waiblinger Michaelskirche (um 1500),
  • und die Kornwestheimer Michaelskirche (1516)

 

Sehenswürdigkeiten in der Kirche

Das Kirchenschiff:

Von den beiden Altarbaldachine sind zwei erhaltene Gewölbeansätze erhalten. Daran sind zwei Schlusssteine angebracht: Maria mit dem Jesuskind und Christus, der Schmerzensmann.


Der Chor:

Sehenswert sind die drei östlichen Chorfenster des Stuttgarter Künstlers W. D. Kohler (1974):

  • Das nördliche Chorfenster zeigt Motive aus dem Leiden Christi.
  • Das südöstliche Chorfenster ist das „Auferstehungsfenster".
  • Das Ostfenster stellt Schöpfung und Vollendung dar.

Die nördliche Schiffwand:

Eine dekorative Steintafel mit dem Wappen der Herren von Kaltental und der Unterschrift „Heinrich von Kaltental".
Mit Daniel Nothaft (1504) und Hans von Baldeck wurde hier wohl der Bauherren der Kirche gedacht.


Die Schlusssteine im Chorgewölbe:

Die Schlusssteine zeigen eine eindrucksvolle Abfolge von Chorbogen in Richtung Osten:

  • das nackte Jesuskind mit gekreuzten Beinen und Kreuzstab,
  • den Apostel und Evangelisten Johannes mit dem Kelch in der Hand,
  • Die Gottesmutter als trauernde Madonna,
  • Christus als Schmerzensmann

Das Taufbecken:

Das Taufbecken ist kostbares Zeugnis spätgotischer Steinmetzkunst, besonders die Astwerkornamentik, die an den „himmlischen Paradiesgarten" erinnert.


Die Sakristei:

In der Sakristei ist das mit spätgotischem Maßwerk verzierte Wandtabernakel sehenswert.
Das grosse Kruzifix stammt aus der Nachkriegszeit, als prominente Nationalsozialisten in der Oßweiler Flakkaserne interniert waren.


Januarius: der Namenspatron unserer Kirche

Januarius, der Spross eines adligen neapolitanischen Geschlechts, wurde um die Mitte des 3. Jahrhunderts in Neapel geboren. Als Bischof von Benevent wurde er der Überlieferung zufolge im Jahr 304 nach grausamem Martyrium in Puteoli bei Neapel enthauptet. Der Dom S. Jennaro (St. Januarius) in Neapel ist ihm geweiht. Teile der Reliquien kamen 838 auf die Reichenau. Dort erinnert der kunstvolle Januariusschrein an den Bischof und Märtyrer.
Mönche brachten die Verehrung des Heiligen mit nach Murrhardt. Die dortige Klostergründung wird in einer Urkunde von 873 als „Januarius-Kloster"bezeichnet. In der Stadtkirche von Murrhardt erinnert eine steinerne Statue an den alten Klosterpatron. Da das Kloster in Erdmannhausen und Oßweil begütert war, kam der Heilige auch an diese beiden Orte als Kirchenpatron.
Murrhardt, Erdmannhausen und Oßweil sind in Württemberg die einzigen Orte mit „Januarius"-Kirchen geblieben.


Weitere Informationen

Weitere Information finden Sie in der Festschrift „500 Jahre Evangelische Januariuskirche Oßweil" zum Jubiläum 1991. Sie erhalten die Festschrift im Gemeindebüro in der August-Lämmle-Strasse 23, 71640 Ludwigsburg.